Schweizer Mischung von Roland

Roland Wehlend ist gebürtiger Schweizer und vor Jahren nach Kanada ausgewandert.

Durch seine Zweisprachigkeit ist er seit Jahresbeginn 2014 eine riesengroße Hilfe für uns,
weil keiner im Produktiv-Team so richtig gut Englisch spricht.
Roland übersetzt inzwischen alle Produktinfos und Heidruns Videos ins Englische.

Seine Muttersprache hat er nicht verlernt, wie man deutlich hören kann! ;-)


Bekanntlich ist die Schweiz kein sehr großes Land, und wenn es nicht gerade Fön-Wetter gibt, …

… fällt so manchem Schweizer die Decke auf den Kopf.
     (A ghiit eim ja de Deckel uf en Chopf)


Denn entweder …

...  regnet es in Strömen (läärt i Chüble), oder es gibt …

… nichts als Nebelwetter  (nüd als Näbel und grau).


Irgendwann resignieren die Schweizer dann …

...weil sie nicht mehr weiter wissen (Da schtah’sch am Haag aah).


Sie hoffen, dass es woanders mehr Sonne gibt!

Zuerst fährt man mal in der Gegend rum (I de Gägend umepfurre)...


… sofern die öffentlichen Verkehrsmittel es zulassen:

Ist die Strassenbahn schon wieder verspätet? (Isch s’Tram scho wider z’spaat?)

Der Zug ist schon wieder zu spät  (Dä Zug isch scho wider z’spaat)


Dann nimmt man also doch besser das Auto.
Doch wohin fahren?

Deutschland (im Norde Dütschland )

Österreich (im Oschtä Öschterriich)

Italien (im Süde Italie)

Frankreich (im Weschte Frankriich)


Ok, auf nach Deutschland, dort kann man das Auto endlich mal richtig ausfahren.
Man steht an der Grenze, und dann läuft jemand am Auto vorbei…

Hast du das gesehen? (Läck, häsch dä gseeh?)

Ist der dick! (Spiegeleier Ranze = man braucht einen Spiegel,
um unter den Bauch schauen zu können)


Verflixt, hoffentlich hat er das nicht gehört?

So ein Mist! (Ja so ä Säich)


Denn das war ein Gesetzeshüter!

Achtung Polizist! (Achtung Schrote)


Es würde wahrscheinlich nichts helfen, wenn man um Gnade fleht:

Ich bin arm wie eine Kirchenmaus! (Arm wie ä Chile Muus)


Aber Glück gehabt! Der beleibte Polizist hat nichts gehört…
Also grüßt man erst mal ganz freundlich…

Guten Morgen 1 (Guete Morgen)

Guten Morgen 2 (Guete Morgen)


… und tut so, als wäre nichts passiert.

Es ist alles ok  ( Es gid nüd z’mozä  = Es gibt nichts zu bemängeln)

Sehr gut! (Rüdig guet)


Uff - weiter geht es! Endlich auf einer deutschen Autobahn angekommen.
Jetzt kann man endlich mal aufs Gaspedal drücken!
Aber erst mal das Autoradio aufdrehen!

Das fetzt! ( Läck, das fätzt)


Leider fängt bald darauf das Auto zu stottern an…

Oha! (Oh-ha-lätz)

Etwas ist los (Oh-hä - öppis isch loos!)

Muss das Auto schon wieder zur Reparatur? (Waas - s’Auto scho wider i de Garage?)

Na Prost Mahlzeit! (Broscht Nägeli!)


Also wird der nächste Rastplatz angesteuert und nachgeschaut.
Und wie man dann gerade unter dem Auto liegt, ertönt von oben eine Stimme:

Wie geht's? (Wie häsch’s?)

Bastelst du etwas? ( Bisch am umechlütterle?)


Der hat jetzt gerade noch gefehlt!
Wahrscheinlich so ein unsympathischer Neureicher?

Lauter Reiche (Luuter Bonzä)


Möglich, dass einem dann etwas raus rutscht:

Bist du noch ganz normal?  (Haaloo, gaaht’s no? )


Von oben ertönt wieder die Stimme:

Wie dumm kann man sich denn nur anstellen?
(Wiä blöd chammer dänn duä!)


Nein, lieber nicht das Folgende aussprechen, denn das gibt nur Ärger:

So ein Winzling! (So ä Höseler!)

Der spinnt wohl? (Dä hed en Egge ab!)


Also besser:

Lass einfach gut sein (Laa’s eifach tschäddere)

Denen zeig ichs!  (Also dasmal zeig ich’s dene!)


Und tatsächlich ist der Fehler bald gefunden und der Schweizer fährt erleichtert nach Hause.
Für heute reicht der Ärger! Doch - au weia - es erwartet ihn bereits die Ehefrau:

Wie spät ist es? (Was isch för Ziit?)


O jeh - sie steht in der Küche und der Ehemann hatte versprochen zu helfen!

Beim Zwiebel schneiden (Bölä schnätzle - ein typischer Zürcher Ausdruck)

Der Pfeffer ist im Küchenschrank! (Dä Pfäffer isch im Chuchichäschtli)

Kartoffeln und Käse (Geschwellti und Chäs)


Sie reagiert etwas ungläubig, als er vom Auto-Missgeschick erzählt:

Ich bin fast gestorben! (Ich bi fascht verräblet - ein Ausdruck aus der Innerschweiz)


Sie war der Ansicht, dass ihr Ehemann wieder beim Volksfest zu tief ins Glas schaute.

Bergbauern Fest (Sänne Chilbi - ein Schweizer Brauchtum)

Grampus (Chlause Jagä - ein Schweizer Brauchtum mit großen Kuhglocken)


"Ich wette, du hast deine Kumpel mal wieder zum Trinken angestiftet" , sagt Frau,
"mit deinem immer gleichen, einfallslosen Spruch! "

Spülen, bitte! (Schpüele bitte!)


Jetzt wird die Unterhaltung hitziger:

Alles geht nicht! (Chasch ned immer s’Föifi und’s Weggli haa
= Kannst nicht Immer den Groschen und die Semmel haben)

Du Säufer! (Du Süffel)


Oh, wie zieht mann jetzt den Kopf aus der Schlinge?

Was hast du gesagt? (Was meinsch?)


Jetzt muss schnell ein Alibi her, denn ohne Geld kann man nicht aufs Fest gehen...

Die Brieftasche ist in der Handtasche! (S’Portmonä isch im Habbersack!
- Ein  Habbersack ist ein Futtersack für Pferde)


Sie ist immer noch ungläubig:

Operation gelungen, Patient tot? (Operation glunge, Paziänt gstorbe)


Er versucht, einen Spaß draus zu machen und geht auf sie ein:

Eben! (Aber äbe)


Rettung naht - die Kinder stürmen plötzlich zur Tür herein:

Gehen wir zum Rodeln? (Gömmer go schlittlä? )


Nein, zuerst muss das traditionelle, innerschweizer Nikolausgedicht
noch richtig auswendig gelernt werden, meint die Mutter:

St. Nikolaus, ich bin hinter dem Ofen (Sami Niggi Näggi, hinterem Ofä stäggi)


Denn bald kommt die Weihnachtszeit und damit das…

... Christkind! (s’Chrischtchindli )


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Download von Rolands Sprachschnipseln ( MB):